Yoga-Psychotherapie

Anwendungsfelder / Mentale Leistungsfähigkeit / Wissenschaftliche Fundierung

Yoga 1

Yoga-Psychotherapie kombiniert die positiven Wirkungen von Yoga mit der Wirkweise einer Gesprächstherapie. Diese Kombination führt dazu, dass das Therapieziel nicht nur auf der intellektuellen Ebene, durch die Gespräche, sondern auch durch ein tiefes Erleben und verinnerlichen im Körper, erreicht werden. Dieses Verfahren biete ich insbesondere für Männer und für Menschen, denen der Zugang zu rein gesprächsbasierten Therapieverfahren schwerfällt, an. Die Arbeit mit dem Körper unterstützt den Therapieprozess durch Entspannung und verbesserten Zugang zu den eigenen Gefühlen.

Anwendungsfelder für Yoga-Psychotherapie

Die Anwendungsfelder sind besonders Themen, die mit körperlichem und geistigem Stresserleben bzw. Erschöpfung einhergehen, zum Beispiel:

  • Erschöpfungszustände
  • Burnout
  • Schlafstörungen
  • Geringer Selbstwert
  • Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung von Grenzen und Emotionen bei sich und anderen
  • Ängste
  • Häufige Aggression und Ärger
  • Probleme in der Partnerschaft
  • Psychisch bedingte sexuelle Funktionsstörungen
  • Sucht bzw. erhöhter Konsum von z.B. Alkohol, Zigaretten, Koffein

Dementsprechend stehen das Erlernen von Entspannungstechniken, Achtsamkeitsübungen, Emotionswahrnehmung und die Emotionsregulation im Vordergrund.

Kosten

Die Kosten für Yoga-Psychotherapie werden von privaten Krankenkassen, bei einem Vertrag der Heilpraktikerleistungen abdeckt, je nach Vertrag entweder anteilig oder vollumfänglich erstattet.

Innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen wird Yoga nur als Yoga 2Präventionskurs in der Gruppe mit reglementiertem Kursinhalt bezuschusst.

Einschränkungen

Bei manchen Übungen kann es Einschränkungen für Menschen geben, die Probleme mit der Wirbelsäule haben oder unter Bluthochdruck leiden. Bei beidem können alternative Übungen genutzt werden.

Mentale Wirkung

Neben dem therapeutischen Einsatz ist auch eine präventive Nutzung zur langfristigen Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit sowie Lebensqualität möglich.

✓  Tiefes Entspannen und Erholen

✓  Mehr Lebendigkeit in Beruf & Privatleben

✓  Verbesserung der mentalen Fähigkeiten

✓  Gedankliche Klarheit

✓  Erhöhung der geistigen Flexibilität

Yoga 3

Wissenschaftliche Fundierung

Die Wirksamkeit von körperorientiertem Yoga in der Behandlung psychischer Störungen wurde in zahlreichen Studien untersucht. Aktuell wurde im Deutschen Ärzteblatt die Metastudie „Wirksamkeit von körperorientiertem Yoga bei psychischen Störungen“ der Universitätsklinik Jena unter Leitung von Dr. phil. Rosendahl publiziert. Sie schließt 1.339 Patienten aus 25 Einzelstudien ein und kommt zu den folgenden Ergebnissen:

  • Ein großer, positiver Effekt auf die Symptombelastung der Patienten bei psychischen Störungen
  • Eine ähnliche Wirksamkeit wie eine psychotherapeutische Standardbehandlung

Klatte R, Pabst S, Beelmann A, Rosendahl J: The efficacy of body-oriented yoga in mental disorders—a systematic review and meta-analysis.
Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 195–202. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0195

Weiterführende Informationen:

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